Psychotherapie

 

Ich bin Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie. Die Verhaltenstherapie ist handlungsorientiert und besteht nicht nur aus Reflektionen und Diskussionen von Problemen, sondern motiviert Sie auch zum aktiven Ausprobieren von neuen Verhaltens- und Erlebensweisen.

Gemeinsam analysieren wir Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren der Erkrankung und erarbeiten passende Strategien, um mit den Problembedingungen umgehen zu lernen. Die gemeinsame Festlegung der zu erreichenden Therapieziele ein wichtiger Bestandteil der Verhaltenstherapie, wodurch wir am Ende der Therapie überprüfen können, ob diese auch erreicht wurden.

Die Therapie und das Vorgehen sollten für Sie transparent und verständlich sein und Ihnen „Hilfe zur Selbsthilfe“ geben. Die Verhaltenstherapie ist an der neuesten wissenschaftlichen psychologischen Forschung orientiert. Ich arbeite auch mit neuere Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapie, wie achtsamkeitsbasierte Methoden, Entspannungsverfahren (PMR, AT), erlebnisaktivierende Methoden (Imaginationen, systemische Familienarbeit mit Hilfe von Aufstellungen) und Schematherapie nach Jeffrey Young.

 

Mögliche Störungsbilder für eine Behandlung sind:

Depression (uni- und bipolare affektive Störungen) & Burnout-Syndrom

Ängste /Phobien/Panikstörung

Zwangserkrankungen (Zwangsgedanken, Zwangsimpulse, Zwangshandlungen)

Essstörungen (Bulimie, Adipositas, Binge-Eating-Disorder), Körperschemastörung

Erschöpfungssyndrom / Belastungsreaktionen (Burnout)

Berufliche Veränderungssituationen und berufliche Schwierigkeiten, sowie Mobbing

Trauer, Verlust, Scheidung, Tod

Trauma (Posttraumatische Belastungsstörung)

Verhaltensstörungen („Kaufsucht“, Computerspielsucht)

Persönlichkeitsstile / -störungen (z. B. Borderline)

Schlafstörungen

Selbstwertprobleme und Minderwertigkeitsgefühle

Berufliche und persönliche Lebenskrisen

Schmerzpsychotherapie, Psychosomatische Beschwerden, begleitende Psychotherapie bei körperlichen (chronischen) Erkrankungen

 

Ablauf & Kosten

Was sind die ersten Schritte?

Nachdem Sie ein unverbindliches telefonisches Erstgespräch mit mir geführt haben, vereinbaren wir zeitnah ein persönliches Erstgespräch, in dem Sie Ihr Anliegen schildern können und wir eine Vorgehensweise erarbeiten können.

Danach finden ca. vier bis fünf probatorische Sitzungen statt, die der Diagnostik und der Therapieplanung dienen. Zudem haben Sie darüber die Möglichkeit, herauszufinden, ob Sie sich in der Therapie wohl fühlen und sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellen können. Im Laufe dieser Stunden treffen wir gemeinsam die Entscheidung über eine weitere Therapie.

Die Therapiesitzungen dauern 50 Minuten und finden in der Regel ein Mal wöchentlich statt. Einzelne Sitzungen können gegebenenfalls auch zusammen mit wichtigen Bezugspersonen, wie z.B. dem Partner, stattfinden.

Die Häufigkeit und die Dauer der Behandlung richten sich nach Ihren Anliegen und Beschwerden. Generell können durch verhaltenstherapeutische und emotionsfokussierte Strategien in relativ kurzer Zeit hilfreiche Veränderungen in Gang gesetzt werden. Eine Kurzzeittherapie dauert etwa 24 Stunden, eine Langzeittherapie etwa 60 Stunden.

 

Private Krankenversicherungen:

Eine Psychotherapie durch einen approbierten psychologischen Psychotherapeuten wird normalerweise von Ihrer privaten Krankenkasse übernommen. Die Form der Kostenübernahme wird aber sehr unterschiedlich gehandhabt. Bitte klären Sie daher mit ihrer Versicherung vorher ab, wie die Rahmenbedingungen für Psychotherapie in Ihrem Tarif sind – es gibt z.B. Tarife, die Therapiesitzungen nur in einem bestimmten Umfang pro Jahr zulassen, andere erfordern einen speziellen Antrag (den ich für Sie ausfülle). Kontaktieren Sie Ihre Krankenkasse und fragen Sie nach den Bedingungen für Psychotherapie. Ihre Krankenkasse wird Ihnen sofort erforderliche Antragsformulare zuschicken. Dann können wir gemeinsam gemäß den Satzungen Ihrer Krankenversicherung die Psychotherapie beantragen bzw. durchführen. Das Honorar wird dabei nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten berechnet.

Selbstzahler:

Wenn Sie aus persönlichen Gründen die Kosten für Psychotherapie selbst tragen möchten, gilt für Sie wie bei Privatversicherten die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) als Honorargrundlage. In der Regel wird der 2,3-fache Satz in Rechnung gestellt. Dies entspricht bei Verhaltenstherapie derzeit 100,55 Euro pro Sitzung à 50 Minuten.

 

Gesetzliche Krankenversicherungen:

Da ich eine Privatpraxis habe, arbeite ich mit gesetzlich Krankenversicherten nur im Kostenerstattungsverfahren nach § 13.3 SGB V: Kann Ihre Krankenversicherung Ihnen innerhalb eines zumutbaren Zeitrahmens keinen Therapieplatz bei einem Vertragsbehandler anbieten, ist sie angehalten, die Kosten für eine Behandlung in einer Privatpraxis zu übernehmen. Ich berate Sie gerne zum genauen Vorgehen. Die Krankenkasse zahlt nur, wenn sie diesem Verfahren vor Therapiebeginn schriftlich zugestimmt hat.

 

Wie ist die Vorgehensweise beim Kostenerstattungsverfahren?

  1. Schritt: Kontakt mit Ihrer Krankenkasse aufnehmen 
    Nehmen Sie persönlich mit einem Sachbearbeiter Ihrer gesetzlichen Krankenkasse Kontakt auf und lassen Sie sich erklären, wie Sie erfolgreich einen Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie stellen können.
  2. Fragen Sie, ob Ihre Krankenkasse eine Notwendigkeitsbescheinigung benötigt und wer sie ausstellen soll (z.B. Ihr Hausarzt oder Psychiater). Die Krankenkassen verhalten sich gegenüber dem Kostenerstattungsverfahren aus Ersparnisgründen meistens zunächst ablehnend und werden Ihnen Therapeutenlisten geben oder Therapieplatz-Vermittlungsstellen nennen.
    Bleiben Sie dran: Sie haben einen Rechtsanspruch auf Kostenerstattung (§13 Abs. 3 SGB V), wenn Sie die Voraussetzungen nachweisen können, die in den nächsten Schritten beschrieben sind.
  3. Schritt: Psychotherapie-Ablehnungen sammeln und auflisten 
    Rufen Sie in Ihrer Nähe sechs oder mehr Psychotherapeuten an, die Ihnen von Ihrer Krankenversicherung genannt werden, und lassen sich von ihnen bestätigen, dass sie aufgrund mangelnder Kapazitäten in der nächsten Zeit (innerhalb von 12 Wochen) keine Psychotherapie beginnen können.
  4. Schreiben Sie die Telefonate wie folgt auf: Datum, Uhrzeit, Name des Therapeuten und Ort, Wartezeit auf einen Therapieplatz.
    Ein Gerichtsurteil (Rechtsquellen: BSG Az. 6 RKa 15/97) hat festgelegt: Die zumutbare maximale Wartezeit ist 6 Wochen bei Kindern und Jugendlichen und 3 Monate bei Erwachsenen (im Einzelfall).
    Es ist nach diesem Urteil Sache der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen, einen Vertragsbehandler zur Verfügung zu stellen. Bei 6 erfolglosen Anbahnungsversuchen einer Psychotherapie innerhalb dieser angemessenen Frist und in angemessener Entfernung zu Ihrem Wohnort haben Sie Anspruch auf Kostenerstattung einer außervertraglichen Psychotherapie.
  5. Schritt: Notwendigkeitsbescheinigung besorgen
    Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder Psychiater eine Notwendigkeitsbescheinigung ausstellen (das Formular erhalten Sie von mir), die die Dringlichkeit der sofortigen Therapie dokumentiert.
  6. Schritt: Psychotherapieantrag stellen
    Wenn alle Unterlagen beisammen sind, stellen Sie einen formlosen schriftlichen Antrag (auch diesen erhalten Sie als Vorlage von mir) auf Kostenerstattung für eine Psychotherapie in meiner Praxis, in dem Sie auf Ihre Belege verweisen, dass zur Zeit in Ihrer Nähe kein Psychotherapiebeginn möglich ist, dass aber in meiner Praxis die Behandlung sofort beginnen kann. Sie beantragen in dem Schreiben an die Krankenkasse die Bewilligung außervertraglicher probatorischer Sitzungen und einer Psychotherapie bei mir. Diesem Antrag fügen Sie die Notwendigkeitsbescheinigung hinzu.

Die nächsten Schritten sind einfach:
Die Krankenkasse wird Ihnen oder mir – nach den 4-5 Probatoriksitzungen – mitteilen, dass ich Ihren Antrag auf Bewilligung einer Psychotherapie begründen soll. Ich werde dann die geplante Psychotherapie in einem Bericht an den Gutachter begründen. Von Ihrem Hausarzt lassen Sie sich einen Konsiliarbericht (= Bericht über evtl. körperliche Begleitbehandlung) ausstellen. Beide Berichte sende ich für Sie an Ihre Krankenkasse.

Die Behandlung beginnt, wenn Ihre Krankenkasse die Übernahme der Kosten zugesichert hat. Sollte Ihre Krankenkasse den Antrag ablehnen, lohnt es sich in der Regel, Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Kostenerstattungsverfahren:

Kontakt

Standorte: 

 

Praxisgemeinschaft 4.OG

Breitscheidstr. 65

70176 Stuttgart

Tel: 0711-6540300

 

Praxis für Psychotherapie und Coaching

Schlossstr. 6

97255 Gelchsheim

Tel: 09335-9977163

 

 

 

EMail: kontakt@praxis-holldorf.de

www.praxis-holldorf.de

 

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